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25 9月 2018 - 10:21:11

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Das Markenzeichen der ThinkPads ist natürlich nicht das Touchpad, sondern der TrackPoint, der auch im ThinkPad-Logo durch den roten i-Punkt repräsentiert wird. Der Pointing-Stick, der vom ersten ThinkPad-Hersteller IBM eigens erfunden wurde, sitzt wie immer zwischen den B/G/H-Tasten, ihm sind außerdem drei dedizierte Maustasten unterhalb der Tastatur zugeordnet. Diese Kunststoff-Tasten haben einen vergleichsweise kurzen Hub und einen knackigen Druckpunkt, ihre Verarbeitung ist hochwertig. Der TrackPoint selbst ist wie immer sehr präzise, wobei er im Vergleich zu anderen ThinkPads minimal weniger sensitiv ist – das scheint mit der verringerten Dicke der Tastatur zusammenzuhängen, wodurch auch der TrackPoint etwas in der Höhe abgenommen hat. Doch auch wenn er bei anderen ThinkPads minimal besser ist, so ist der TrackPoint auch beim X280 eine sehr gute Alternative zum Touchpad – die allerdings von Neu-Nutzern etwas Eingewöhnungszeit abverlangt.



Die Anzahl der Displayoptionen ist beim X280 geringer als beim X270. Lenovo hat die Auswahl etwas vereinfacht, denn die HD-IPS-Option (1.366 x 768) gibt es nicht mehr. Stattdessen hat man nun nur noch die Wahl zwischen einem HD-TN-Bildschirm und einem Full-HD-IPS-Panel (1.920 x 1.080), letzterer steckt auch in unserem X280. Optional gibt es das Full-HD-IPS-Display auch noch mit Touchfunktion. Alle Displayoptionen beim X280 haben eine matte Oberfläche.An den Eckdaten des Full-HD-Bildschirms hat sich nichts geändert, Lenovo gibt die Helligkeit weiterhin mit 300 cd/m2 an. Unser Testgerät, in dem ein LCD aus der Produktion von AUO steckt, kann diesen Wert sogar geringfügig überbieten. Durchschnittlich messen wir 312 cd/m2, maximal 346 cd/m2. Der hohe Ausschlag nach oben beim maximalen Messwert weist schon darauf hin, dass die Ausleuchtung mit 82 % nicht perfekt ist, subjektiv sind aber keinerlei Abschattungen sichtbar.




Die direkten Konkurrenten aus der letzten Generation haben alle ähnlich helle Bildschirme. Zumindest bei HP tut sich aber etwas, denn das EliteBook 830 G5 hat laut Datenblatt eine Full-HD-IPS-Option mit einer Helligkeit von 400 cd/m2. Möchte man ein ThinkPad mit einem helleren Display, dann kann man aktuell nur zum ThinkPad X1 Carbon 2018 oder X1 Yoga 2018 greifen, deren QHD-HDR-LTPS-Option über 500 cd/m2 hell ist – allerdings spiegelt dieses LCD-Panel.Die Angaben zum Kontrast in Lenovos Spec-Sheet sind eher konservativ mit 700:1. Das AUO-Display erreicht im X280 einen fast doppelt so hohen Kontrast von 1376:1. Der Schwarzwert von nur 0,25 cd/m2 sorgt für ein tiefes Schwarz. Die Farbdarstellung ist ab Werk vergleichsweise neutral, einen Farbstich konnten wir nicht feststellen. Durch die Kalibrierung wird die Farbdarstellung nur geringfügig verbessert. Einige Abweichungen, zum Beispiel bei der Sättigung, lassen sich auch mit dem von uns erstellten und zur Verfügung gestellten ICC-Profil nicht beseitigen.



Die schlechte Farbraumabdeckung ist ein typisches Problem bei 12,5-Zoll-Business-Modellen. Alle Konkurrenten schneiden genau so schlecht wie das X280 ab, dessen AUO-Display nur 64 % des sRGB-Farbraums darstellen kann. Wir sind gespannt, ob sich das beim EliteBook 830 G5 durch den Umstieg auf ein 13,3-Zoll-Display ändert.Dank der matten Oberfläche und der Helligkeit von über 300 cd/m2 ist das X280 auch draußen gut nutzbar. Um tatsächlich gegen die direkte Sonneneinstrahlung anzukommen, ist die Leuchtkraft aber immer noch zu schwach. Hier würden wir uns wünschen, dass sich Lenovo trauen würde, noch etwas hellere Optionen anzubieten – immerhin ist das X280 ein ultramobiles Laptop, das oftmals auch draußen benutzt werden dürfte.



Der Vorteil von IPS-Bildschirmen ist ihre Blickwinkelstabilität in Bezug auf die Farben. Bei TN-Bildschirmen invertieren die Farben, sobald man nicht komplett gerade auf den Bildschirm guckt, das ist bei IPS nicht der Fall. Perfekt ist die Blickwinkelstabilität aber bei vielen IPS-Displays ebenfalls nicht. Beim AUO-LCD im X280 zum Beispiel konnten wir neben einem Helligkeitsverlust bei extremen Blickwinkeln auch einen ausgeprägten IPS-Glow-Effekt feststellen. Sichtbar ist dieser Effekt als ein Farbstich, wenn man seitlich von oben oder unten auf den Bildschirm blickt. Freilich ist dieser Effekt im Alltag vernachlässigbar, allerdings gibt es viele IPS-Panels, die diesen Effekt nicht so stark aufweisen.




Die Verfügbarkeit des ThinkPad X280 ist zurzeit noch ein wenig eingeschränkt, da es noch nicht als Standardkonfiguration bei vielen Händlern verfügbar ist. Es gibt daher aktuell zwei Bezugsquellen: Erstens die Händler, die am Lenovo-Campus-Programm teilnehmen, zweitens der Lenovo-eigene Webshop, wo man das X280 auf Wunsch konfigurieren kann. Im Campus-Programm ist derzeit nur die eine Konfiguration erhältlich, die wir auch im Test haben, während es im Konfigurator natürlich unzählige Möglichkeiten zur Zusammenstellung des X280 gibt.



Diese Optionen umfassen bei den Prozessoren sowohl die normalen non-vPro-CPUs wie den Core i5-8250U und i7-8550U als auch deren vPro-Verwandschaft (Core i5-8350U und Core i7-8650U). Während es nur eine GPU-Option gibt (Intel UHD Graphics 620), hat man beim RAM zwei Wahlmöglichkeiten: 8 oder 16 GB. Da der DDR4-2400-RAM aufgelötet ist, sollte man sich schon beim Kauf sicher sein, wie viel RAM man benötigt. Aufrüstbar ist dagegen die SSD, die man bei Lenovo in vier verschiedenen Größen bestellen kann: 128, 256 und 512 GB sowie 1 TB. Nur die 128-GB-SSD ist keine PCIe-NVMe-SSD.



Der Core i5-8250U ist eine CPU mit vier Prozessorkernen, die von Intel Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Die Kaby-Lake-Refresh-Prozessoren sind die ersten Quad-Core-CPUs mit einer TDP von 15 W, womit man sie in die Klasse der stromsparenden ULV-CPUs einordnen kann. Zur besseren Einordnung dieses Prozessors empfehlen wir einen Blick auf unsere CPU-Benchmarkliste.



Im X280 kann der Prozessor zumindest eine Zeit lang 29 Watt verbrauchen, Lenovo hat die TDP heraufgesetzt. Damit taktet die CPU mit 3,2 GHz und erreicht einen vergleichsweise hohen Score von 670 Punkten im Cinebench-Multicore-Test. Doch es ist klar, dass die Kühlung nicht stark genug ist, um die CPU dauerhaft mit dieser Geschwindigkeit arbeiten zu lassen. Im Verlauf der Cinebench-Schleife erreichen die Temperaturen über 90 °C, an diesem Punkt fängt der Takt an zu sinken. Mit jedem Durchlauf sinkt der Takt um etwa 100 bis 200 MHz, bis er schließlich auf 2,4 GHz gesunken ist. Mit diesem Takt verbraucht die CPU dann 15 Watt, während sich die Temperaturen bei etwa 75 °C einpendeln. Theoretisch könnte Lenovo den Prozessor an diesem Punkt wieder etwas höher takten lassen, was aber nicht passiert. Der Prozessor bleibt auf diesem Leistungsniveau, bis der Last-Test beendet ist.


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